| Sonografische Untersuchungstechnik bei reponiblen Leisten- oder Schenkelbrüchen - der Pressversuch oder Valsalva-Manöver. | ![]() |
Die sonografische Untersuchung der Leisten und Schenkelbrüche erfordert die aktive Mitarbeit des Patienten. Das gilt vor allem für Hernien, die klinisch nicht oder schwierig tastbar sind und deshalb sonografisch untersucht werden sollen.
Die Mitarbeit besteht im wiederholten Valsalva-Manöver. Der Patient muß durch Bauchpressen den intraabdominellen Druck erhöhen und wieder nachlassen. Dabei sind größere Erschütterungen, wie sie beim Husten auftreten, zu vermeiden. Es ist nicht einfach, den Patienten zu kräftigen Bewegungen aufzufordern und gleichzeitig den Schallkopf millimetergenau in seiner Position zu halten.
Beim Valsalva-Manöver kann in den Bruchsack einströmendes Fettgewebe sonografisch dargestellt werden. Der sonografische Befund entspricht dem Tastbefund, wenn der Bruchsackinhalt den Bruchsack meist sogar mit einem Geräusch und einem Schmerzempfinden füllt.
Das statische sonografische Bild ist wenig aussagekräftig. Der Bruchsack hat eine so feine Begrenzung, dass er als Wandstruktur nicht zu erkennen ist.Der Leistenkanal, das Leistenband, der anulus inguinalis profunda und superfizialis sind keine sonografisch darstellbaren Strukturen.
Sonografisch darstellen kann man die nicht eingeklemmte, kleine Hernie nur durch die Bewegung von Gewebe in den Leistenkanal bzw durch die lacuna vasorum beim Valsalva-Manöver.
zuletzt geändert 10.02.04 A. Jüngling